Leitlinien


Ich brauch’ das alles nicht.

Marc Pendzich


Best Things In Life Are Free.

vergessene Weisheit


Es scheint immer unmöglich, bis es vollbracht ist.

Nelson Mandela


You’re never too small to make a difference.

Greta Thunburg, schwedische Klimaaktivistin (15), bei der Klimakonferenz in Kattowitz, Dezember 2018. www.youtube.com/watch?v=HzeekxtyFOY (Abrufdatum 16.12.2018)


Sei du selbst die Veränderung, die du dir wünschst für diese Welt.

Mahatma Gandhi (1869-1948) zugeschrieben.


Das Individuum bestimmt die Gruppe. Änderst du nichts, ändert sich nichts.

Janine Kusatz, 2019; in Zeitungsartikel im Zusammenhang mit ihrer Forderung, dass Verhütung künftig auch Männersache sein soll: „Verstrahlte Spermien“. in: Hamburger Abendblatt, 5.11.2019, S. 14.


Wer in anderen Fußstapfen tritt, hinterlässt keine Spuren.

Anonymus; so von mir gefunden als Schmiererei in einem Bahnabteil.


Die wahre Vollkommenheit des Menschen liegt nicht in dem, was er hat, sondern in dem, was er ist.

Richard David Precht (*1964), 2018, in: Jäger, Hirten, Kritiker: Eine Utopie für die digitale Gesellschaft. Goldmann. S. 105.


Sei frech, wild und wunderbar.

Jochen Mariss zugeschrieben, Autor, Fotograf und Designer, vgl. grafik-werkstatt-bielefeld.de (Es ist kein Astrid-Lindgren- oder Pippi-Langstrumpf-Zitat, vgl. https://www.astridlindgren.com/de/faq (Abrufdatum 2.9.2019)


Momentum mori: Bedenke, dass du sterben wirst.

Mittelalterliches Mönchslatein: Eine Einsicht – verstanden als heilsamer Schock. Daraus folgt:


Life is short, break the rules.
Forgive quickly, kiss slowly.
Love truly. Laugh uncontrollably.
And never regret anything
that made you smile.

Mark Twain zugeschrieben.


Macht zu haben und sie nicht zu missbrauchen, ist wohl das Schwerste, was es im Leben gibt.

nach Astrid Lindgren (1907-2002), vgl. Deggerich, Markus (2002): „Wir sehen uns in Nangijala“. in: Der Spiegel, 29.1.2002, online unter: http://www.spiegel.de/kultur/literatur/abschiedsbrief-an-astrid-lindgren-wir-sehen-uns-in-nangijala-a-179595.html (Abrufdatum 22.12.2018)


Cäsar schlug die Gallier.
Hatte er nicht wenigstens einen Koch bei sich?

Bertholt Brecht (1898-1956), aus dem Gedicht von 1935 Fragen eines lesenden Arbeiters, siehe https://solid-rlp.de/120-grundsatzprogramm-der-linksjugend-solid-rheinland-pfalz/ (Abrufdatum 16.6.2020)


Wissen unterscheidet einen schweren Fehler von einem unverzeihlichen Verbrechen.

Jonathan Safran Foer (*1977), US-amerikanischer Schriftsteller, in: Wir sind das Klima. Wie wir unseren Planetenschon beim Frühstück retten können. 2019, Kiwi, S. 85.


Wer verstanden hat und nicht handelt, hat nicht verstanden.

Wang Yangming (1472-1529), Philosoph neokonfuzianistischer Tradition.


Im Leben gibt es etwas Schlimmeres als keinen Erfolg zu haben: Das ist, nichts unternommen zu haben.

Franklin D. Roosevelt (1882-1945)


[D]emokratische Politik [ist] mehr ist als die Summe aller Einzelinteressen. Was jeden von uns als Individuum überfordern würde, das muss und kann Politik erreichen.

Horst Köhler, Alt-Bundespräsident, 2016, Rede zum 25-jährigen Bestehen der Deutschen Bundesstiftung Umwelt Berlin, 8. Dezember 2016, online unter https://www.horstkoehler.de/wp-content/uploads/2016/12/Die-gro%C3%9Fe-Transformation-in-Zeiten-des-Unbehagens-Horst-K%C3%B6hler-2016-3.pdf (Abrufdatum 20.11.2019)


Wir dekorieren auf der Titanic die Liegestühle um.

Richard David Precht (*1964), 2018, in: Jäger, Hirten, Kritiker: Eine Utopie für die digitale Gesellschaft. Goldmann.


Auf einem Dampfer, der in die falsche Richtung fährt, kann man nicht sehr weit in die richtige Richtung gehen.

Michael Ende (1925-1995), 1994, in: Zettelkasten. Skizzen und Notizen. Weitbrecht. S. 276.


Wir leben in einer Gesellschaft, in der Wissen gelehrt und Unwissen praktiziert wird, ja, in der Tag für Tag gelernt wird, wie man systematisch ignorieren klann, was man weiß.

Harald Welzer, in: Alles könnte anders sein. Eine Gesellschaftsutopie für freie Menschen. S. Fischer, 2019, S. 24.


Man sieht nur, was man weiß. Eigentlich: Man erblickt nur, was man schon weiß und versteht.

Johann Wolfgang von Goethe (1749 – 1832); im Gespräch mit Friedrich von Müller, 24. April 1819, vgl. http://www.zeno.org/Literatur/M/Goethe,+Johann+Wolfgang/Gespr%C3%A4che/%5BZu+den+Gespr%C3%A4chen%5D/1819 (Abrufdatum 17.3.2020)


Wer die Vergangenheit wählt, verspielt die Zukunft.

Marc Pendzich


Democracy is happening all the time – not just on Election Day but every second and every hour. It is public opinion that runs the free world.

Greta Thunberg (16), auf der Weltklimakonferenz COP25 in Madrid, 11.12.2019, https://youtu.be/11FCyUB81rI?t=287 (Abrufdatum 11.12.2019)


Es ist schwierig jemand dazu zu bringen, etwas zu verstehen wenn sein Gehalt davon abhängig ist, es eben nicht zu verstehen.

Upton Sinclair (1885-1951), „It is difficult to get a man to understand something, when his salary depends upon his not understanding it!“ in: I, Candidate for Governor: And How I Got Licked (1935), ISBN 0-520-08198-6; repr. University of California Press, 1994, p. 109., 1935 – vgl. https://en.wikiquote.org/wiki/Upton_Sinclair (Abrufdatum 3.6.2019)


All that evil needs to triumph is the silence of good men.

Edmund Burke (1729-1797) zugeschrieben, irischer Staatsmann und Philosoph


Nur das, was ich an mir annehme, kann verwandelt werden. Was ich an mir ablehne, das bleibt an mir hängen.

Anselm Grün (*1945), Benediktpater, in Vom Glück der kleinen Dinge, 2019, S. 56


Mut ist ein Anagramm für Glück.

nach Julia Engelmann, 2014: „One Day“ in: Eines Tages, Baby. Goldmann, S. 28 oder per Youtube, beide Versionen haben ihren eigene Charme: www.youtube.com/watch?v=ti_iSp9zYHY (Abrufdatum 17.12.2018) und www.youtube.com/watch?v=DoxqZWvt7g8 (Abrufdatum 17.12.2018)


Ich setze meinen Fuß in die Luft, und sie trug.

Hilde Domin (1909-2006), deutsche Lyrikern, erhielt sich trotz zahlreicher Emigrationserfahrungen stetsihre Zuversicht.


Carpe Diem! – Korrekt verstanden als Aufforderung, das Leben zu leben ohne Entfremdung auf der Überholspur des HöherSchnellerWeiter.

nach Horaz (*65 v. Chr.), vgl. Film Der Club der toten Dichter von Peter Weir, 1989:
„‚Carpe Diem’… Warum hat der Dichter diese Verse geschrieben?‘ – ‚Weil er es eilig hatte!‘ rief ein Schüler. … ‚Nein, nein, nein! Sondern weil wir Nahrung für die Würmer sind, Jungs!‘ schrie Keating. ‚Weil wir Frühjahr, Sommer und Herbst nur in begrenzter Anzahl erleben werden. Es ist kaum zu glauben, aber eines Tages wird jeder einzelne von uns aufhören zu atmen, wird erkalten und sterben.‘ … ‚Haben die meisten von ihnen nicht gewartet, bis es zu spät war, um in ihrem Leben nur ein Quentchen von dem zu verwirklichen, wessen sie fähig waren? Sie jagten dem allmächtigen Götzen Erfolg nach – haben sie dadurch nicht die Träume ihrer Jugend verraten?‘ … ‚Carpe diem‘, flüsterte Keating. ‚… Macht etwas Ungewöhnliches aus eurem Leben!'“ (Kleinbaum, N.H. (1990): Der Club der toten Dichter. Bastei Lübbe, S. 29-30.


Sei dankbar und tu‘ die Dinge mit Liebe – und erwarte keine Dankbarkeit.

Marc Pendzich


Wer kämpft, kann verlieren. Wer nicht kämpft, hat schon verloren.

frei nach Sponti-Spruch, 1970er, basierend auf Bertold Brecht: „Wer den Kampf nicht geteilt hat / Der wird teilen die Niederlage.“ in: „Kolomann Wallisch Kantate“, Bertold Brecht Gedichte 4, Aufbau-Verlag 1993.


Hat man sein Warum des Lebens, so verträgt man sich fast mit jedem Wie.

Friedrich Nietzsche (1844-1900), Philosoph, in Götzen-Dämmerung, Sprüche und Pfeile, 12.


Was ich nicht in der Hand habe, lasse ich los.

Marc Pendzich


Man muss sich viel anhören, bevor einem die Ohren abfallen.

Astrid Lindgren (1907-2002), 1948/2008 via Pippi Langstumpf im Gespräch mit einem „prächtige[n] Herr[n] mit blanken Schuhen und einem dicken, goldenen Ring am Finger“ (8), der ihre Villa Kunterbunt zum Spottpreis kaufen und niederreißen möchte, in Pippi in Taka-Tuka-Land, S. 15.


Lassen Sie sich niemals von dem beeinflussen, was Sie glauben möchten, oder von etwas, von dem Sie annehmen, dass es nützliche soziale Auswirkungen hätte, wenn es geglaubt würde. Betrachten Sie lediglich die Fakten.

Betrand Russel (1872-1970) – Face to Face Interview (BBC, 1959). https://www.youtube.com/watch?v=1bZv3pSaLtY (Abrufdatum 11.5.2020), deutsch zitiert nach Bregman, Rutger (2020): Im Grunde gut, S. 282


Bleib erschütterbar und widersteh.

Peter Rühmkorf (1929-2008) – Titel eines Gedichts.


Man kann einen Hund nicht zum jagen tragen.

Cheryl Strayed, in ihrem Buch Der große Trip, Goldmann, 2014, S. 220.


Zuerst ignorieren sie dich,
dann lachen sie über dich,
Dann bekämpfen sie dich
und dann gewinnst du.

Mahatma Gandhi (1869-1948) zugeschrieben.


Wenn wir unser angestrengtes Wollen einmal loslassen, geht uns das Geheimnis der Welt und des Daseins auf.

Anselm Grün, Benediktpater, 2008, Vom Zauber der Muße, Kreuz-Verlag, S. 24.


Wer viel hat, hat auch viel Gepäck.

Sprichwort aus der Mongolei, entnommen der Doku Weit – Die Geschichte von einem Weg um die Welt, 2017, ca. Min. 72, von Gwendolin Weisser und Patrick Allgeier – ein Thema, dass auch Silbermond 2015 aufgriffen mit den Zeilen „[E]ines Tages fällt dir auf / Dass du 99% davon nicht brauchst / Du nimmst all den Ballast / Und schmeißt ihn weg / Denn es reist sich besser / Mit leichtem Gepäck“.


Monotasking.

Marc Pendzich: Wenn ich esse, esse ich. Wenn ich lese, lese ich etc. pp.


Je stiller wir sind, umso mehr hören wir.
Je langsamer wir leben, umso mehr Zeit haben wir.
Je mehr Liebe wir verschenken, umso reicher ist unser Herz.

Jochen Mariss, Autor, Fotograf und Designer, vgl. grafik-werkstatt-bielefeld.de


Was der Sinn des Lebens nicht ist, das weiß ich. Geld und anderes Zeug zusammenzukratzen, ein Promileben zu führen, auf den entsprechenden Seiten der Frauenzeitschriften zu posieren und solche eine Angst vor Einsamkeit und Stille zu haben, dass man nie in Ruhe und Frieden über die Frage nachdenken kann: Was mache ich mit meiner kurzen Zeit auf Erden?

Astrid Lindgren (1907-2002), 1983 (zit. nach Andersen, Jens (2014): Astrid Lindgren – ihr Leben, S. 5).


Wenn heute in Deutschland pro Jahr 400 Milliarden Euro schlichtweg vererbt werden, ist der Begriff ‚Leistungsgesellschaft‘ kaum mehr als ein Euphemismus.

Richard David Precht (*1964), 2018, in: Jäger, Hirten, Kritiker: Eine Utopie für die digitale Gesellschaft. Goldmann. S. 115.


Alles was zählt, das kann man nicht zählen.

Namika, Song „Alles was zählt“, 2018.


TAALOA – There are always lots of alternatives!

in Anlehnung an die angeblich Alternativlose Politik der Regierung Merkel und an TINA – „There ist no Alternative“. Schein-Argument von Margret Thatcher, um den Neo-Liberalismus durchzudrücken: Operation gelungen, Patient derzeit dem Koma nahe.


Ich will euch nur sagen, dass es gefährlich ist, zu lange zu schweigen. Die Zunge verwelkt, wenn man sie nicht gebraucht.

Astrid Lindgren (1907-2002) via Pippi Langstrumpf in Pippi geht an Bord, 1946, Ausgabe 2007, S. 129.


Man muss Partei ergreifen. Neutralität hilft dem Unterdrücker, niemals dem Opfer. Stillschweigen bestärkt den Peiniger, niemals den Gepeinigten.

Elie Wiesel (1928-2016), Schriftsteller und Friedensnobelpreisträger.


Das große Übel ist, dass wir uns jetzt anonym und ohne Hemmungen beleidigen können. Man braucht überhaupt keinen Mut zu haben – ein Paradies für Feiglinge.

Anita Lasker-Wallfisch, Überlebende des KZ Bergen Belsen, 2020, über das Internet bzw. Social Media und Hass-Kommentare.


Je weiter wir das Maul aufreißen, desto fundierter müssen wir sein.

Grundsatz der Chefredakteurin von Hinz&Kunzt, dem Straßenmagazin von Hamburg, den ich teile. Zit. nach Gräff, Friederike (2018).“ ‚Wir waren supernaiv‘“. [Interview mit Hinz&Kunzt-Chefredakteurin Birgit Müller]. In: taz, 17.12.2018, S. 23.


Die Welt hat genug für jedermanns Bedürfnisse, aber nicht genug für jedermanns Gier.

Mahatma Gandhi (1869-1948) zugeschrieben.


Jeder, der glaubt, exponentielles Wachstum kann andauernd weitergehen in einer endlichen Welt, ist entweder ein Verrückter oder ein Ökonom.

Kenneth E. Boulding (1910-1993), US-amerikanischer Wirtschaftswissenschaftler (“Anyone who believes exponential growth can go on forever in a finite world is either a madman or an economist.”)


Alle Wahrheit resultiert aus der Beobachtung der Natur.

Sprichwort der (vom Klimawandel besonders früh betroffenen) Nomaden im Himalaya, Region Ladakh („All the truth comes from the observation of nature“); Quelle: Rangel, André und Negrão, Marcos (2010): Der zerbrochene Mond. Doku-Film.


Die Probleme, die es in der Welt gibt, können nicht mit den gleichen Denkweisen gelöst werden, die sie erzeugt haben.

Albert Einstein (1879-1955) zugeschrieben.


Wer Straßen sät, wird Verkehr ernten.

Daniel Goeudevert (*1942), ehemaliger VW-Vorstandsvorsitzender (in den 1990er Jahren).


Wenn wir die Schöpfung (Natur) zerstören, wird die Schöpfung (Natur) uns zerstören.

Papst Franziskus bei der Generalaudienz auf dem Petersplatz am 21. Mai 2014 – Verfasser der Umweltenzyklika „Laudato si!“ (2015), in der der Papst deutlichst zum Kampf für den Klimaschutz und Klimagerechtigkeit aufruft.


Wir sind nur Gast der Natur und müssen uns dementsprechend verhalten. Der Mensch ist der gefährlichste Schädling, der je die Erde verwüstet hat.

Der Mensch muß sich selbst in seine ökologischen Schranken zurückweisen, damit die Erde sich regenerieren kann.

Friedensreich Hundertwasser (1928-2000), aus: Friedensvertrag mit der Natur, vgl. http://www.hundertwasserfoundation.org/2011/03/22/statuten-oekologie/ (Abrufdatum 15.12.2019)


Man kann nichts mitnehmen.

Aufforderung zum (gemäßigten) Minimalismus, frei nach H.M.; früher hätte man wahrscheinlich gesagt: „Das letzte Hemd hat keine Taschen“.


Wer sich … der Natur überlegen fühlt, wird blind gegenüber der Weisheit der Beschränkung.

Philip Bethge, Spiegel-Journalist im Zusammenhang mit dem sechsten Massenaussterben („Weisheit des Verzichts“. in: Der Spiegel, 19/4.5.2019, S. 102)


Kapitalismus ist am Ende schlicht ein anderes Wort für Effizienzsteigerung durch Vernichtung menschlicher Arbeitskraft.

Marc Pendzich.
Und weiter: „Um neue Arbeitsplätze zu schaffen, bedarf es vor allem des Wachstums. Wachstum stößt wiederum auf planetare Grenzen. Diese Grenzen haben wir zu respektieren, wenn wir weiterhin als Gäste willkommen sein wollen auf diesem Planeten. Ein Bedingungsloses Grundeinkommen (BGE) scheint da doch eine ganz gute Sache zu sein, um dem Wachstumsirrsinn zu entkommen.“


Die härteste Währung der Welt ist nicht der Dollar, der Euro oder der Franke. Die härteste Währung ist Zeit.

Marc Pendzich.


Erst wenn der letzte Baum gerodet,
der letzte Fluss vergiftet,
der letzte Fisch gefangen ist,
werdet Ihr merken, dass man Geld nicht essen kann.

vermeintliche Weissagung der Cree – who cares? Der Wahrheitsgehalt eines Gedankens nimmt nicht ab, nur weil Indianer ihn nicht verfasst haben.

Only after the last tree has been cut down
Only after the last river has been poisoned
Only after the last fish has been caught
Then will you find that money cannot be eaten.


Draußen, im Freien, kann einem nicht die Decke auf den Kopf fallen.

frei nach Bernd Stelter (*1961), Comedian.


Unser Planet ist eine wunderbare Oase inmitten unbelebter Sterne, in der das Leben herrlich ist: ein wahres Wunder eben.

Pierre Rabhi (*1938), französischer Schriftsteller, Landwirt und Umweltschützer. Autor von Manifest für Mensch und Erde im Interview in der Doku Tomorrow. Die Welt ist voller Lösungen von Melanie Laurent, Melanie und Cyril Dion (2016).


Wenn Du zu wenig Zeit hast, werde aktiv – und streich‘ Fernsehen&Wischen: Dort verdorren sie, die Zeit-Budgets.

Marc Pendzich


Zeit ist die Musik, die uns von dem Planeten geschenkt wird.

– unbekannt –


Ein Held ist einer, der tut, was er kann. Die anderen tun es nicht.

Romain Rolland (1866-1944), französischer Schriftsteller, Nobelpreis für Literatur 1915.


 Wer gegebenen Gesetzen folgt, hört auf ein Schaffender zu sein.

bezogen auf Kreativität – Ferruccio Busoni in: Entwurf einer neuen Ästhetik der Tonkunst, 1907 u. 1916.


Unser ganzes Leben… wird tatsächlich von der Antwort auf die eine Frage bestimmt, der sich niemand entziehen kann. Der Frage: „Lebe ich mein eigenes Leben oder lebe ich so, wie andere es von mir erwarten?“

Josef Kirschner (1931-2016), in: Die Egoisten-Bibel. Anleitung fürs Leben. Herbig, 1999, S. 218.


Es gibt kein Grundrecht auf einen eigenen PKW – es gibt nur eines auf gesellschaftliche Teilhabe, u.a. durch Mobilität.

Marc Pendzich


In dem Augenblick, in dem man sich endgültig einer Aufgabe verschreibt, bewegt sich die Vorsehung auch. Alle möglichen Dinge, die sonst nie geschehen wären, geschehen, um einem zu helfen. Was immer du tun kannst, beginne es. Kühnheit trägt Genius, Macht und Magie. Beginne jetzt.

Johann Wolfgang von Goethe (1749-1832) zugeschrieben.


Der allerelendeste Zustand ist: Nichts wollen können.

Ernst Freiherr von Feuchtersleben (1806-1849), österreichischer Arzt und Dichter, in: Zur Diätetik der Seele, 1838.


Pack das Leben bei den Haaren, dann erfüllst Du seinen Sinn.

Wolfgang Borchert (1921-1947), um 1946, vgl. Gordon Burgess, Gordon und Hans-Gerd Winter, 1998: ‚Pack das Leben bei den Haaren‘. Wolfgang Borchert in neuer Sicht. Dölling und Galitz.


Speak the truth.
Speak it loud and often, calmy but insistently,
and speak it, as the Quakers say, to power.
Material accumulation is not the purpose of human existence.
All groth is not good.
The environment is a necissity, not a luxury.
There is such a thing as enough.

Donella Meadows (1941-2001), Co-Autorin von Grenzen des Wachstums, Club of Rome, 1972, zitiert nach http://donellameadows.org/speak-the-truth/ (Abrufdatum 16.10.2019)


Demokratie heißt Teilhabe. Wer sich als Bürger*in aus dem demokratischen Prozess herauszieht, überlässt anderen das Feld.

Marc Pendzich

(basierend auf einem Zitat aus Münkler, Herfried (2018): „Demokratie gibt es nur ganz – oder gar nicht“. in: Die Zeit, Nr. 1, 27.12.2018, S. 10: „Die Krise der Demokratie … resultiert immer aus einer doppelten Bedrohung: dem Vorstoß deren, die alle Macht an sich ziehen wollen, und dem Rückzug jener, denen politisches Engagement auf Dauer eine Last ist, derer sie sich entledigen wollen.“)


In unserer Wachstumsgesellschaft besteht die Herausforderung darin, Erfüllung im Kleinen zu finden.

Thies Matzen, Weltenbummler – seit 30 Jahren per Boot auf den Meeren der Welt unterwegs, 2018, in: „Wenig haben, viel sein.“ in: GEO Perspektive 2018, 126.


Konsequenz statt Bequemlichkeit.

Marc Pendzich


Wenn ihr das Welt nennt, bin ich gern‘ Weltfremd!

Sarah Lesch, Singer-/Songwriterin, in ihrem Lied „Testament“, 2015.


Uns geht es doch gut ist eine zutiefst unchristliche Einstellung.

Marc Pendzich
(vgl. dazu Umweltenzyklika „Laudato si!“ (2015) von Papst Franziskus, in er deutlichst zum Kampf für den Klimaschutz und zur Klimagerechtigkeit aufruft.)


Die Menschen sind mitschuldig an allem, das sie gleichgültig lässt.

George Steiner (*1929), Philosoph, zitiert nach n.n. (2019): „Erklärung der Rebellion“. in: Wann wenn nicht wir*. Ein extinction rebellion Handbuch. S. Fischer, S. 72.


Im Zuge der Klimakrise können wir uns die Reichen nicht mehr leisten.

…frei nach Andrew Sayer, was nicht bedeutet, dass man seine Marx’sche Kritik en détail teilen muss (Buch: Warum wir uns die Reichen nicht leisten können, 2018).


Was wird man sich eines Tages über Angela Merkel erzählen? Wir hatten mal eine promovierte Naturwissenschaftlerin als Kanzlerin, die hat wider besseres Wissen erheblich und massiv dazu beigetragen, den Planeten an die Wand zu fahren?

Marc Pendzich


Freiheit ist immer Freiheit der Andersdenkenden.

Rosa Luxemburg (1871-1919)


Meinungsfreiheit, Demokratie und Rechtssicherheit sind hohe Güter. Wir dürfen sie niemals als selbstverständlich ansehen.

Marc Pendzich


Der Zeitgenosse sieht ein historisches Ereignis nie im Ganzen, immer nur in Stücken; er empfängt den Roman in lauter willkürlich abgeteilten Lieferungen.

Egon Fridell (1878-1938), österreichischer Schriftsteller, schrieb eine Kulturgeschichte der Neuzeit, vgl. Der verkleidete Dichter, Verone Verlag, 2016, 44.


Ich weiß, dass ich nichts weiß.

Cicero (106–43 v. Chr.), der wissen ließ, es handele sich um einen Ausspruch von Sokrates.


Erwartungen sind Gift.

Marc Pendzich


„Geht nicht, gibt’s nicht“ gibt’s nicht.

Marc Pendzich


Wenn wir uns von der Arbeit her definieren, dann vergessen wir etwas Wesentliches unseren Menschseins. Dann wird unser Leben arm. Die Muße bereichert unser Leben.

Anselm Grün (*1945), Benediktpater, 2008, Vom Zauber der Muße, Kreuz-Verlag, S. 36.


Ich möchte leben.
Ich möchte lachen und Lasten heben
und möchte kämpfen und lieben und hassen
und möcht‘ den Himmel mit Händen fassen
und möchte frei sein und atmen und schrei’n.
Ich will nicht sterben. Nein!
Das Leben ist rot,
Das Leben ist mein.
Mein und dein.
Mein.

Selma Merbaum (1924-1942), Ausschnitt aus „Poem“, 7. Juli 1941, entstanden zwei Tage nach dem Einmarsch der Deutschen in ihrem Wohnort Czernowitz.


Der Überfluss beginnt, wenn Du etwas kaufst, weil andere es besitzen.

Josef Kirschner (1931-2016), in: Die Egoisten-Bibel. Anleitung fürs Leben. Herbig, 1999, S. 47.


Alle Anstrengung, die immer noch mehr will und nie genug hat, ist nur ein Haschen nach Wind.

Anselm Grün (*1945), Benediktpater, bezugnehmend auf das Alte Testament Koh[helet] 4,6; 2008, Vom Zauber der Muße, Kreuz-Verlag, S. 60. (vgl. auch Andersen, Jens (2014): Astrid Lindgren – ihr Leben, S. 406).


Gewalt erzeugt Gegengewalt.

… immer wieder übersehendes Grundprinzip des Daseins. (kein Autor)


Unsere Erde ist nur ein kleines Gestirn im großen Weltall. An uns liegt es, daraus einen Planeten zu machen, dessen Geschöpfe nicht von Kriegen gepeinigt werden, nicht von Hunger und Furcht gequält, nicht zerrissen in sinnlose Trennung nach Rasse, Hautfarbe oder Weltanschauung. Gib uns Mut und Voraussicht, schon heute mit diesem Werk zu beginnen, damit unsere Kinder und Kindeskinder einst stolz den Namen „Mensch“ tragen.

Friedensgebet der Vereinten Nationen, 1942, Auszug, vgl. https://de.wikipedia.org/wiki/Gebet_der_Vereinten_Nationen (Abrufdatum 12.3.2020)


Eines habe ich jedenfalls gelernt – will man glücklich sein, muss es aus einem selbst kommen und nicht von einem anderen Menschen.

Astrid Lindgren (1907-2002), 1944, Tagebucheintrag, zitiert in Andersen, Jens (2014): Astrid Lindgren – ihr Leben, S. 197).


Was sollen die letzten Worte sein?
Danke! Danke.

May Ayim (1960-1996), Auszug aus Gedicht „Abschied“, in: Nachtgesang [Gedichtband], Orlanda Frauen Verlag, 1997.