Leitlinien


Ich brauch’ das alles nicht.

Marc Pendzich


Best Things In Life Are Free.

vergessene Weisheit


Es scheint immer unmöglich, bis es vollbracht ist.

Nelson Mandela


You’re never too small to make a difference.

Greta Thunburg, schwedische Klimaaktivistin (15), bei der Klimakonferenz in Kattowitz, Dezember 2018. www.youtube.com/watch?v=HzeekxtyFOY (Abrufdatum 16.12.2018)


Wer in anderen Fußstapfen tritt, hinterlässt keine Spuren.

Anonymus; so von mir gefunden als Schmiererei in einem Bahnabteil.


Die wahre Vollkommenheit des Menschen liegt nicht in dem, was er hat, sondern in dem, was er ist.

Richard David Precht, 2018, in: Jäger, Hirten, Kritiker: Eine Utopie für die digitale Gesellschaft. Goldmann. S. 105.


Macht zu haben und sie nicht zu mißbrauchen, ist wohl das Schwerste, was es im Leben gibt.

nach Astrid Lindgren, vgl. Deggerich, Markus (2002): „Wir sehen uns in Nangijala“. in: Der Spiegel, 29.1.2002, online unter: http://www.spiegel.de/kultur/literatur/abschiedsbrief-an-astrid-lindgren-wir-sehen-uns-in-nangijala-a-179595.html (Abrufdatum 22.12.2018)


Mut ist ein Anagramm für Glück.

nach Julia Engelmann, 2014: „One Day“ in: Eines Tages, Baby. Goldmann, S. 28 oder per Youtube, beide Versionen haben ihren eigene Charme: www.youtube.com/watch?v=ti_iSp9zYHY (Abrufdatum 17.12.2018) und www.youtube.com/watch?v=DoxqZWvt7g8 (Abrufdatum 17.12.2018)


Wir dekorieren auf der Titanic die Liegestühle um.

Richard David Precht, 2018, in: Jäger, Hirten, Kritiker: Eine Utopie für die digitale Gesellschaft. Goldmann.


All that evil needs to triumph is the silence of good men.

Edmund Burke (1729-1797) zugeschrieben, irischer Staatsmann und Philosoph


Carpe Diem! – Korrekt verstanden als Aufforderung, das Leben zu leben ohne Entfremdung auf der Überholspur des HöherSchnellerWeiter.

nach Horaz (*65 v. Chr.), vgl. Film Der Club der toten Dichter von Peter Weir, 1989:
„‚Carpe Diem’… Warum hat der Dichter diese Verse geschrieben?‘ – ‚Weil er es eilig hatte!‘ rief ein Schüler. … ‚Nein, nein, nein! Sondern weil wir Nahrung für die Würmer sind, Jungs!‘ schrie Keating. ‚Weil wir Frühjahr, Sommer und Herbst nur in begrenzter Anzahl erleben werden. Es ist kaum zu glauben, aber eines Tages wird jeder einzelne von uns aufhören zu atmen, wird erkalten und sterben.‘ … ‚Haben die meisten von ihnen nicht gewartet, bis es zu spät war, um in ihrem Leben nur ein Quentchen von dem zu verwirklichen, wessen sie fähig waren? Sie jagten dem allmächtigen Götzen Erfolg nach – haben sie dadurch nicht die Träume ihrer Jugend verraten?‘ … ‚Carpe diem‘, flüsterte Keating. ‚… Macht etwas Ungewöhnliches aus eurem Leben!'“ (Kleinbaum, N.H. (1990): Der Club der toten Dichter. Bastei Lübbe, S. 29-30.


Wer kämpft, kann verlieren. Wer nicht kämpft, hat schon verloren.

frei nach Sponti-Spruch, 1970er, basierend auf Bertold Brecht: „Wer den Kampf nicht geteilt hat / Der wird teilen die Niederlage.“ in: „Kolomann Wallisch Kantate“, Bertold Brecht Gedichte 4, Aufbau-Verlag 1993.


Man muss sich viel anhören, bevor einem die Ohren abfallen.

Astrid Lindgren, 1948/2008 via Pippi Langstumpf im Gespräch mit einem „prächtige[n] Herr[n] mit blanken Schuhen und einem dicken, goldenen Ring am Finger“ (8), der ihre Villa Kunterbunt zum Spottpreis kaufen und niederreißen möchte, in Pippi in Taka-Tuka-Land, S. 15.


Monotasking.

Marc Pendzich: Wenn ich esse, esse ich. Wenn ich lese, lese ich etc. pp.


Wenn wir unser angestrengtes Wollen einmal loslassen, geht uns das Geheimnis der Welt und des Daseins auf.

Anselm Grün, Benediktpater, 2008, Vom Zauber der Muße, Kreuz-Verlag, S. 24.


Wenn heute in Deutschland pro Jahr 400 Milliarden Euro schlichtweg vererbt werden, ist der Begriff ‚Leistungsgesellschaft‘ kaum mehr als ein Euphemismus.

Richard David Precht, 2018, in: Jäger, Hirten, Kritiker: Eine Utopie für die digitale Gesellschaft. Goldmann. S. 115.


Alles was zählt, das kann man nicht zählen.

Namika, Song „Alles was zählt“, 2018.


TAALOA – There are always lots of alternatives!

in Anlehnung an die angeblich Alternativlose Politik der Regierung Merkel und an TINA – „There ist no Alternative“. Schein-Argument von Magret Thatcher, um den Neo-Liberalimus durchzudrücken: Operation gelungen, Patient derzeit dem Koma nahe.


Ich will euch nur sagen, dass es gefährlich ist, zu lange zu schweigen. Die Zunge verwelkt, wenn man sie nicht gebraucht.

Astrid Lindgren via Pippi Langstrumpf in „Pippi geht an Bord“, 1946, Ausgabe 2007, S. 129.


Je weiter wir das Maul aufreißen, desto fundierter müssen wir sein.

Grundsatz der Chefredakteurin von Hinz&Kunzt, dem Straßenmagazin von Hamburg, den ich teile. Zit. nach Gräff, Friederike (2018).“ ‚Wir waren supernaiv‘“. [Interview mit Hinz&Kunzt-Chefredakteurin Birgit Müller]. In: taz, 17.12.2018, S. 23.


Jeder, der glaubt, exponentielles Wachstum kann andauernd weitergehen in einer endlichen Welt, ist entweder ein Verrückter oder ein Ökonom.

Kenneth E. Boulding (1910-1993), US-amerikanischer Wirtschaftswissenschaftler (“Anyone who believes exponential growth can go on forever in a finite world is either a madman or an economist.”)


Wenn wir die Schöpfung (Natur) zerstören, wird die Schöpfung (Natur) uns zerstören.

Papst Franziskus bei der Generalaudienz auf dem Petersplatz am 21. Mai 2014 – Verfasser der Umweltenzyklika „Laudato si!“ (2015), in der der Papst deutlichst zum Kampf für den Klimaschutz und Klimagerechtigkeit aufruft.


Man kann nichts mitnehmen.

Aufforderung zum (gemäßigten) Minimalismus, frei nach H.M.; früher hätte man wahrscheinlich gesagt: „Das letzte Hemd hat keine Taschen“.


Kapitalismus ist am Ende schlicht ein anderes Wort für Effizienzsteigerung durch Vernichtung menschlicher Arbeitskraft.

Marc Pendzich.
Und weiter: „Um neue Arbeitsplätze zu schaffen, bedarf es vor allem des Wachstums. Wachstum stößt wiederum auf planetare Grenzen. Diese Grenzen haben wir zu respektieren, wenn wir weiterhin als Gäste willkommen sein wollen auf diesem Planeten. Ein Bedinungsloses Grundeinkommen (BGE) scheint da doch eine ganz gute Sache zu sein, um dem Wachstumsirrsinn zu entkommen.“


Erst wenn der letzte Baum gerodet,
der letzte Fluss vergiftet,
der letzte Fisch gefangen ist,
werdet Ihr merken, dass man Geld nicht essen kann.

vermeinliche Weissagung der Cree – who cares? Der Wahrheitsgehalt eines Gedankens nimmt nicht ab, nur weil Indianer ihn nicht verfasst haben.

englisch:
Only after the last tree has been cut down
Only after the last river has been poisoned
Only after the last fish has been caught
Then will you find that money cannot be eaten.


Draußen, im Freien, kann einem nicht die Decke auf den Kopf fallen.

frei nach Bernd Stelter, Comedian, *1961.


Wenn Du zu wenig Zeit hast, werde aktiv – und streich‘ Fernsehen&Wischen: Dort verdörren sie, die Zeit-Budgets.

Marc Pendzich


Ein Held ist einer, der tut, was er kann. Die anderen tun es nicht.

Romain Rolland, französischer Schriftsteller, 1866-1944, Nobelpreis für Literatur 1915.


 Wer gegebenen Gesetzen folgt, hört auf ein Schaffender zu sein.

bezogen auf Kreativität – Ferruccio Busoni in: Entwurf einer neuen Ästhetik der Tonkunst, 1907 u. 1916.


Unser ganzes Leben… wird tatsächlich von der Antwort auf die eine Frage bestimmt, der sich niemand entziehen kann. Der Frage: „Lebe ich mein eigenes Leben oder lebe ich so, wie andere es von mir erwarten?“

Josef Kirschner, in: Die Egoisten-Bibel. Anleitung fürs Leben. Herbig, 1999, S. 218.


Es gibt kein Grundrecht auf einen eigenen PKW – es gibt nur eines auf Mobilität.

Marc Pendzich


In dem Augenblick, in dem man sich endgültig einer Aufgabe verschreibt, bewegt sich die Vorsehung auch. Alle möglichen Dinge, die sonst nie geschehen wären, geschehen, um einem zu helfen. Was immer du tun kannst, beginne es. Kühnheit trägt Genius, Macht und Magie. Beginne jetzt.

Johann Wolfgang von Goethe zugeschrieben.


Der allerelendeste Zustand ist: Nichts wollen können.

Ernst Freiherr von Feuchtersleben, österreichischer Arzt und Dichter, 1806 – 1849, in: Zur Diätetik der Seele, 1838.


Pack das Leben bei den Haaren, dann erfüllst Du seinen Sinn.

Wolfgang Borchert, um 1946, vgl. Gordon Burgess, Gordon und Hans-Gerd Winter, 1998: ‚Pack das Leben bei den Haaren‘. Wolfgang Borchert in neuer Sicht. Dölling und Galitz.


Demokratie heißt Teilhabe. Wer sich als BürgerIn aus dem demokratischen Prozess herauszieht, überlässt anderen das Feld.

Marc Pendzich

(basierend auf einem Zitat aus Münkler, Herfried (2018): „Demokratie gibt es nur ganz – oder gar nicht“. in: Die Zeit, Nr. 1, 27.12.2018, S. 10: „Die Krise der Demokratie … resultiert immer aus einer doppelten Bedrohung: dem Vorstoß deren, die alle Macht an sich ziehen wollen, und dem Rückzug jener, denen politisches Engagement auf Dauer eine Last ist, derer sie sich entledigen wollen.“)


Konsequenz statt Bequemlichkeit.

Marc Pendzich


Uns geht es doch gut ist eine zutiefst unchristliche Einstellung.

Marc Pendzich
(vgl. dazu Umweltenzyklika „Laudato si!“ (2015) von Papst Franziskus, in er deutlichst zum Kampf für den Klimaschutz und Klimagerechtigkeit aufruft.)


Was wird man sich eines Tages über Angela Merkel erzählen? Wir hatten mal eine promovierte Naturwissenschaftlerin als Kanzlerin, die hat wider besseres Wissen erheblich dazu beigetragen, den Planeten an die Wand zu fahren?

Marc Pendzich


Freiheit ist immer Freiheit der Andersdenkenden.

Rosa Luxemburg.


Meinungsfreiheit, Demokratie und Rechtssicherheit sind hohe Güter. Wir dürfen sie niemals als selbstverständlich nehmen.

Marc Pendzich


Ich weiß, dass ich nichts weiß.

Cicero (106–43 v. Chr.), der wissen ließ, es handele sich um einen Ausspruch von Sokrates.


Erwartungen sind Gift.

Marc Pendzich


Wenn wir uns von der Arbeit her definieren, dann vergessen wir etwas Wesentliches unseren Menschseins. Dann wird unser Leben arm. Die Muße bereichert unser Leben.

Anselm Grün, Benediktpater, 2008, Vom Zauber der Muße, Kreuz-Verlag, S. 36.


Ich möchte leben.
Ich möchte lachen und Lasten heben
und möchte kämpfen und lieben und hassen
und möcht‘ den Himmel mit Händen fassen
und möchte frei sein und atmen und schrei’n.
Ich will nicht sterben. Nein!
Das Leben ist rot,
Das Leben ist mein.
Mein und dein.
Mein.

Selma Merbaum (1924-1942), Ausschnitt aus „Poem“, 7. Juli 1941, entstanden zwei Tage nach dem Einmarsch der Deutschen in ihrem Wohnort Czernowitz.


Der Überfluss beginnt, wenn Du etwas kaufst, weil andere es besitzen.

Josef Kirschner, in: Die Egoisten-Bibel. Anleitung fürs Leben. Herbig, 1999, S. 47.


Alle Anstrengung, die immer noch mehr will und nie genug hat, ist nur ein Haschen nach Wind.

Anselm Grün, Benediktpater, bezugnehmend auf das Alte Testament Koh[helet] 4,6; 2008, Vom Zauber der Muße, Kreuz-Verlag, S. 60.


Was sollen die letzten Worte sein?
Danke! Danke.

May Ayim (1960-1996), Auszuag aus Gedicht „Abschied“, in: Nachtgesang [Gedichtband], Orlanda Frauen Verlag, 1997.